Tennis-University News – Fünfte Januarwoche

Di, 04.02.2020

TU hinterlässt Spuren in Australien

Die letzte Januarwoche stand an der TU ganz im Zeichen der Australian Open. Nach dem Durchbruch von Jonas Forejtek als Doppelsieger des Turniers im Vorjahr schaffte es 2020 Karlis Ozolins tief ins Draw vorzudringen. Nach seinen zwei überzeugenden Auftaktsiegen traf er im Achtelfinale auf den an Position sechs gesetzten Schweizer Leandro Riedi. Auch in seiner dritten Begegnung ließ der Lette kaum Möglichkeiten aus und gab erneut keinen Satz ab. Erst im Viertelfinale gegen den Russen Igor Agafonov erwischte Karlis keinen guten Start und verlor den ersten Durchgang mit 3:6. Nach einem denkbar knappen Tiebreak des zweiten Satzes gelang es dem Letten das Match zu drehen und mit dem Endstand von 3:6 7:6 6:3 in sein erstes Grand Slam Halbfinale einzuziehen.

Am Freitagmorgen deutscher Zeit traf er hier dann nach einiger Verzögerung durch das regnerische Wetter in Melbourne auf den Fünftgesetzten Arthur Cazaux. Im ersten Satz konnte sich Karlis wie schon im ganzen Turnier auf seinen starken Aufschlag verlassen und entschied den Eröffnungsdurchgang mit 6:4 für sich. Nach einem frühen Break und dem 0:2 Rückstand im zweiten Satz verlor der Lette jedoch etwas den Faden. Fortan ging wenig zusammen und der Franzose ging letztendlich mit 4:6 6:1 6:2 als Sieger von Court 7 des Melbourne Parks. Nach einem frustrierenden Ende einer tollen Woche im Einzel war für Karlis aber noch lange nicht Feierabend. Nicht einmal 1,5 Stunden nach seinem Halbfinale musste er an der Seite des Polen Mikolaj Lorens noch im Finale der Doppelkonkurrenz antreten. Das Duo bewies im Laufe der Woche neben spielerischer Klasse vor allem Nervenstärke. Im Viertelfinale konnte das topgesetzte Team Cazaux/Mayot im Tiebreak bezwungen werden. Mit ähnlichem Ergebnis wurde tags darauf gegen das an sieben gesetzte britische Gespann Fery/Gill der Finaleinzug klar gemacht.

Nur Momente nach seinem Halbfinalaus im Einzel betrat Karlis also erneut den Court. Im Match um den Titel und somit die Nachfolge seines Tennis-University Kollegen Jonas Forejtek wartete die Paarung Ionel/Riedi auf das lettisch/polnische Team. Nachdem ihre Gegner beim Stand von 4:5 schon zum ersten Satz servierten, kämpften sich Karlis und Mikolaj mit einem Break zurück ins Spiel und konnten den Durchgang noch mit 10:8 im Tiebreak für sich entscheiden. Eine Unaufmerksamkeit bei Einstand Ende des zweiten Satzes führte durch die No-Ad-Regel dann allerdings zum 5:7 und dem entscheidenden Matchtiebreak. In diesem machte sich das Momentum bemerkbar und das schweizerisch/rumänische Doppel behielt mit 10:4 die Oberhand.

Ein frustrierender letzter Turniertag also für den 17-Jährigen Karlis, der in seiner Woche in Melbourne gezeigt hat welche Möglichkeiten seine spielerische Klasse ihm bietet. Wenn er in Zukunft auch nervliche Stärke auf dem Court unter Beweis stellen kann, wird seine aktuelle Junioren ITF Ranglistenposition von sechs noch lang nicht das Ende seines Weges sein.

Nachdem TU Profi Karim Maamoun in der vergangenen Woche auf Challenger Ebene unterwegs war, trat er diese Woche beim ITF M25 im thailändischen Nonthaburi an. Bis zum Halbfinale hatte der Ägypter keine Probleme mit seinen Gegnern. Im Viertelfinale profitierte er zudem von der Aufgabe des Kasachen Denis Yevseyev beim Stand von 6:4 4:1 für Karim. Erst in der Runde der letzten vier erwies sich er Usbeke Khumoun Sultanov als zu stark. 1:6 2:6 lautete das Ergebnis des Matches, bei dem Karim keinen seiner fünf Breakbälle abwehren konnte. Für den 17-fachen Future Sieger dennoch eine ordentliche Woche. Durch die 45 Punkte für die ITF Rangliste klettert er hier um zwei Plätze auf Position 15.

Ähnlich erfolgreich war der 28-Jährige im Doppel. An der Seite seines deutschen Doppelpartners Sebastian Fanselow zog er auch hier souverän ins Halbfinale ein, wo das thailändische Duo Ratiwatana/Trongcharoenchaikul die beiden vor heimischer Kulisse stoppte.

In der kommenden Woche versucht das deutsch/ägyptische Gespann an ihren Erfolg anzuknüpfen, ab Dienstag findet ein weiteres Future in Nonthaburi statt.

Für die Kinder unseres Jugendförderprogramms bestand die vergangene Woche nicht nur aus Tennis- und Fitnesseinheiten. Erstmals setzten sich die Jungen und Mädchen als Gruppe mit Mentalcoach Michael von Kunhardt zusammen um über die mentalen Aspekte des Sports zu sprechen. Für die 11 bis 15- Jährigen ein enorm wichtiges Thema, weshalb künftig regelmäßig Einheiten mit dem erfahrenen Mentaltrainer stattfinden werden, um die Kinder nicht nur in sportlicher und körperlicher Hinsicht auf eine erfolgreiche Karriere vorzubereiten.

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