Tennis-University News – Vierte Januarwoche

Mo, 27.01.2020

TU auf großer Bühne 

Ende Januar kehrt an der TU nach einer ereignisreichen Preseason und dem ITF Turnier auf der Anlage wieder Alltag ein. Während zehn Spieler in der Welt unterwegs waren und auf ITF sowie ATP Turnieren aufschlagen, trainiert der in Offenbach verbliebene Rest weiter täglich für seine bevorstehenden Wettbewerbe.

Natürlich wurde an der heimischen Base auch die erste Woche der Australian Open mit Spannung verfolgt. Insbesondere das Erstrundenduell zwischen Praj Gunneswaran und dem an der TU gut bekannten Tatsuma Ito sorgte für Furore. Bei der durch den Regen in Australien zunächst verschobene Partie auf Court 5 konnte Praj seine Höchstleistung nicht abrufen. In drei Sätzen entschied der souveräne Japaner letztendlich das Match für sich.

Für den in den Top 20 platzierten Junior Karlis Ozolins ging es beim Vorbereitungsturnier auf die Australian Open im Doppel bis ins Halbfinale. An der Seite seines polnischen Doppelpartners Mikolaj Lorens fuhr er im Viertelfinale einen überzeugenden Zweisatzsieg gegen die an Position zwei gesetzte Paarung Cazaux/von der Schulenburg ein. Im Halbfinale erwies sich das italienische Doppel Gigante/Cobolli als eine Spur zu stark.

Nach seinem Ausscheiden in Traralgon machte sich der Lette dann gemeinsam mit TU Coach Vincent van den Honert auf den Weg nach Melbourne. In der südlichsten Millionenstadt der Welt ging Karlis als Nr. 12 der Setzliste ins Turnier. In der ersten Runde des 64er-Felds traf der 17-Jährige auf den Franzosen Max Westphal. Mit einem glatten Zweisatzsieg gelang dem Letten der elfte Sieg in seinen letzten zwölf Spielen. In der zweiten Runde wartete dann der Italiener Luca Nardi. Auch der Top 50 Spieler stellte Karlis vor keine größeren Probleme, mit 6:3 6:4 sicherte er sich einen Platz im Achtelfinale. Dort trifft er Anfang der Woche mit dem Top 10 Spieler Leandro Riedi auf den ersten gesetzten Gegner diese Woche. Vorher schlägt der Lette aber noch an der Seite seines Doppelpartners Mikolaj Lorens im Doppelwettbewerb auf. Nach ihrem Erstrundensieg treffen die beiden nun auf Court 8 auf das australische Wildcardteam Hoole/White.

Während Karlis in der australischen Hitze zu Hochform aufläuft, schlug Sriram Balaji gemeinsam mit Jeevan Nedunchezhiyan in der thailändischen Millionenstadt Bangkok auf. Im Viertelfinale wurden die Inder vom an zwei gesetzte Team Escobar/Reyes-Varela aus dem Turnier genommen.

Ebenfalls auf Challengerebene unterwegs war in der vergangenen Woche Karim Maamoun. In Rennes besiegte der Ägypter, der im Jahr 2019 sieben ITF Titel gewann in der ersten Runde den Österreicher Jurij Rodionov in zwei überzeugenden Sätzen. Der Aufschlag des Deutschen Mats Moraing stellte den 28-Jährigen in seiner Zweitrundenpartie dann allerdings vor Probleme, nur einen von neun Breakbällen konnte er verwerten, was Karims Turnieraus besiegelte.

Der gebürtige Syrer Taym Al-Azmeh schlug derweil bei seinem dritten Turnier in Indien auf. Gemeinsam mit Udit Gogoi erreichte der 15-Jährige beim J2 in Kolkata das Halbfinale im Doppel.

Eine bedeutend kürzere Anreise hatten in der vergangenen Woche der Belgier Ruben Bemelmans sowie die tschechische Nachwuchshoffnung Jonas Forejtek. Beide kämpften beim mit 25.000$ dotierten ITF Turnier in Nußloch um wertvolle Weltranglistenpunkte. Während der an zwei gesetzte Bemelmans bis zum Halbfinale keine Schwierigkeiten mit seinen Gegnern hatte, musste der 18-Jährige bis zum Finale dreimal über die volle Distanz gehen. Hier traf er dann im TU internen Duell auf seinen 14 Jahre älteren Akademiekollegen, der sich zuvor in drei engen Sätzen gegen den Italiener Ocleppo durchsetzen konnte. Vor den Augen von TU Coach Björn Simon lieferten sich die beiden ein packendes Match. Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich der Belgier im Tiebreak des zweiten zurück und machte sich im entscheidenden Durchgang dann seine Erfahrung zu Nutze, sodass er nach dem 6:7 7:6 6:2 seinen ersten Einzeltitel seit 2017 feiern konnte.

Am Wochenende ging es auch für die Kinder unseres Jugendförderprogramms erneut Richtung Nordrhein-Westfalen zu den Krefelder Open. Tudor Batin schlug nach seinen jüngsten Erfolgen diesmal im Feld der unter 16-Jährigen auf. Auch in der höheren Altersklasse spielte er sich bis ins Finale vor, wo er letztendlich den Kürzeren zog. Bei den Juniorinnen der Kategorie U18 gab Aya Matsunaga im ganzen Turnier nicht einen Satz ab und gewann am Sonntag auch das Finale gegen Leah Wächter in überzeugender Manier mit 6:4 6:2. Am Montag wartet auf die Kinder dann ein ruhiger Vormittag, zur Regeneration gibt es nur eine Einheit am Nachmittag. Dienstags steht dann eine gemeinsame Session mit Mentaltrainer Michael von Kunhardt im Kalender. Hier befassen sich die Jungs und Mädchen neben ihren täglichen Fitness- und Tenniseinheiten auch mit den mentalen Aspekten des Sports.

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